Alois Kiegerl

Steiermark

Alois Kiegerl bewirtschaftet in der West-Steiermark einen Biobetrieb mit rund 48 ha Dauergrünland und 24 ha Wald, wobei die Murbodnerzucht und die Rindfleisch Direktvermarktung zu den Betriebsschwerpunkten zählen.


Einsatz für die Biodiversität:

Die Grünlandbewirtschaftung steht im Zentrum von Alois Kiegerls Beitrag zur Biodiversität. Ein Großteil der Grünlandflächen wird überwiegend nur zweimal, maximal dreimal gemäht, mit verzögertem Schnittzeitpunkt. Dadurch entwickeln sich artenreiche Blumenbestände, die wiederum Lebensraum und Nahrung für zahlreiche Insekten bieten. Ein wichtiges Prinzip ist für ihn der abgestufte Wiesenbau: Hofnahe Flächen werden intensiver genutzt, während weiter entfernte Wiesen extensiver bewirtschaftet bzw. beweidet werden. Das Ausbringen von Dünger und die Grünfuttergewinnung passieren dementsprechend überwiegend in Hofnähe und damit ressourcenschonend.

Als Mitglied einer Gemeinschaftsalm bewirtschaftet Alois Kiegerl gemeinsam mit rund 40 anderen Bauern rund 500 ha Almfläche. Indem ein Teil seiner 70-80 Murbodner Rinder den Sommer auf der Alm verbringt, sorgt Alois Kiegerl dafür, dass wertvolle Almflächen in einem Natura 2000-Gebiet offengehalten werden und damit wertvolle Lebensräume wie Bürstlingsrasen erhalten bleiben.

Ein bewusster Umgang mit dem Grünland ist dem Landwirt besonders wichtig: Vielfältige, artenreiche Wiesen fördern nicht nur Insekten und andere Tiere, sondern liefern auch hochwertiges Futter für seine Rinder. Grünfutterbasierte Fütterung mit möglichst wenig Kraftfutter in Kombination mit einer stressfreien Schlachtung spiegelt sich dann wiederum in einer hohen Fleischqualität wider, die seine Kunden zu schätzen wissen. Für Alois Kiegerl zeigt sich damit, dass vernünftige Grünlandwirtschaft Hand in Hand gehen kann mit Tierwohl und Naturschutz – das bestätigt ihn jeden Tag aufs Neue in seiner Art der Bewirtschaftung.


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