Carmen Petutschnig-Erschen
Ausgehend von sieben Hektar Fläche und 15 Ziegen bewirtschaften Carmen Petutschnig-Erschen und ihr Mann heute rund 100 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche sowie 25 ha Wald. Im Mittelpunkt steht die Haltung von etwa 200 Ziegen, darunter auch die Pinzgauer Gebirgsziegen, einer gefährdeten Nutztierrasse. Die gesamte Ziegenmilch wird direkt am Hof zu Produkten wie pasteurisierter Milch, Topfen und Weichkäse verarbeitet und regional vermarktet. Ergänzend dazu betreibt die Bäuerin eine Bio-Schweinemast mit rund 100 Tieren sowie eine Pilzzucht.
Die Landwirtschaft ist als Kreislaufsystem aufgebaut. Das Futter für die Schweine und Ziegen wird selbst erzeugt, unter anderem mit vielfältigen Mischkulturen wie Weizen mit Wicke, Roggen mit Wicke oder Triticale mit Peluschke. Auch Ölfrüchte wie Lein, Leindotter oder Sonnenblumen werden angebaut. Auf den Feldern entstehen bewusst kleinere Schläge und abwechslungsreiche Fruchtfolgen. Neben den Talflächen bewirtschaftet die Familie auch Bergwiesen auf einer Alm, die einmal jährlich gemäht werden und wertvolles Futter liefern. Die extensiv genutzten Wiesen bieten Lebensraum für zahlreiche Insekten, Wildtiere und Pflanzen. Hecken, Acker-Blühflächen, neu entstandene Obstgärten und abwechslungsreiche Kulturen sorgen zusätzlich für Struktur und Vielfalt in der Landschaft.


