Franz Grötschl
Der Familienbetrieb umfasst rund 60 Hektar Ackerland und 15 Hektar Wiesen. Etwa 60 Milchkühe werden am Hof gehalten, deren Futter auf den eigenen Flächen erzeugt wird. Grötschl setzt dabei auf eine sehr vielfältige Bewirtschaftung mit Getreidegemengen, Zwischenfrüchten und Streifenanbau. Ziel ist es, den Boden möglichst ganzjährig begrünt zu halten und nie offenen Boden entstehen zu lassen.
Ein zentrales Element ist seine selbst entwickelte Form der Direktsaat. Nach der Ernte wird die Begrünung mit einer speziell angepassten Maschine nur oberflächlich abgeschert und als Mulchschicht liegen gelassen. In diese Mulchdecke wird anschließend die neue Kultur gesät. Auf Pflug, chemischen Pflanzenschutz und intensive Bodenbearbeitung verzichtet er vollständig. Dadurch bleibt der Boden dauerhaft bedeckt und das Bodenleben wird gefördert. Die Wirkung zeigt sich deutlich: Regenwürmer sind ganzjährig aktiv und der Humusgehalt der Böden steigt. Gleichzeitig dient die vielfältige Vegetation als Lebensraum für zahlreiche Organismen.
Neben der praktischen Arbeit engagiert sich Grötschl stark im Wissensaustausch, etwa über den Verein „Boden Leben“, in Online-Diskussionsrunden und bei Feldtagen auf seinem Betrieb.


