Gregor Lehner
Gregor Lehner bewirtschaftet einen 25 Hektar großen Familienbetrieb mit Schwerpunkt Marktfruchtbau und Obst. Auf rund 20 Hektar wachsen klassische Kulturen wie Zuckerrübe und Getreide. Erdbeeren und Marillen werden direkt vom Feld vermarktet, ein Weingarten befindet sich im Aufbau.
Seit rund zehn Jahren ergänzt Gregor Lehner die Produktion gezielt durch Naturschutzmaßnahmen. Entlang von Feldgrenzen und an umständlich zu bewirtschaftenden Stellen, z.B. am Acker-„Spitz“, entstanden Heckenstreifen und Naturschutzflächen als „grüne Brücken“. Im Rahmen eines Agroforstprojekts kombiniert er die Naturschutzflächen mit Streuobstpflanzungen. Dabei entstehen strukturreiche Inseln mit regionalen Saatgutmischungen und Hochstammobstbäumen. Insgesamt drei Hektar Ackerflächen wurden so als Naturschutzflächen gestaltet und mit regionalen, artenreichen Mischungen eingesät und mit Gehölzen bepflanzt. So wurde beispielsweise eine 3.000 m² große Bodenbrüterinsel inmitten eines Ackerschlags angelegt, die gezielt Lebensraum für Rebhühner bietet. Auch ein neu angelegter Naturteich mit Blühflächen und rund 160 gepflanzten Bäumen – darunter Hochstamm-Birnbäume – schafft zusätzliche Struktur. Die Naturschutzflächen werden extensiv, mit nur einer Mahd pro Jahr, gepflegt.
Ausgangspunkt für diese Maßnahmen war der beobachtete Rückgang von Rebhuhn, Feldhase und Fasan. Sein Ansatz zeigt, wie auch konventionelle Betriebe aktiv zur Biodiversität beitragen können.


