Herbert Zetner
Nach einer Demeter-Ausbildung fasste Herbert Zetner früh den Entschluss, den damals konventionellen Hof neu auszurichten. Mit der Umstellung auf biologische Bewirtschaftung setzte er gemeinsam mit seinem Bruder die Vision einer vielfältigen, bodenzentrierten Landwirtschaft konsequent um. Heute wachsen auf den Feldern rund 24 verschiedene Ackerkulturen – von Leindotter, Hirse und Ackerbohne über Sonnenblumen, Linsen und Kichererbsen bis zu Urweizen.
Im Zentrum steht der Boden. Zetner arbeitet seit über zehn Jahren mit breiten Fruchtfolgen und ganzjähriger Begrünung. Untersaaten, Mischkulturen und Begrünungsmischungen mit bis zu 30 Arten sorgen dafür, dass der Boden stets bewachsen bleibt. Dadurch wird Erosion reduziert, die Wasserhaltefähigkeit verbessert und das Bodenleben gestärkt. „Wenn der Tisch gedeckt ist, hat nichts anderes Platz“, beschreibt er die stabilisierende Wirkung dieser Wirtschaftsweise, wodurch er eher wenig Probleme mit Problempflanzen wie Stechapfel oder Ackerkratzdistel hat. Bodenbearbeitung erfolgt nur bei passenden Bedingungen: „Wenn’s staubt, mach ich nichts“.
Strukturelemente wie liegende Baumstämme, Steinhaufen und ein Biotop schaffen zusätzliche Lebensräume. Bodenbrüter profitieren von weiten Reihenabständen im Getreide, zahlreiche Vögel und Wildtiere finden Deckung und Nahrung in den Begrünungen.


