Markus Madlener
Es beginnt mit einem einfachen Gedanken: Was wäre, wenn jedes Lebewesen einen Ort hätte, an dem es sich sicher und wohl fühlt? Markus hat diesen Gedanken nicht nur gedacht – er hat ihn gebaut. Stein für Stein, Ast für Ast. Totholzhecken, Trockensteinmauern, Magerwiesen, ein Teich, Wildblumenflächen – jedes Element bewusst gesetzt, jede Ecke durchdacht. Viele Obstbaumsorten, Beerensorten, heimische Gehölze und Wildpflanzen – liebevoll mit hunderten handbeschrifteten Pflanzenschildern versehen – wachsen eingebettet in diese Strukturen. Handgebohrte Wildbienenhotels, Sandarien, ein Schmetterlingsbeet sowie Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Turmfalken sind entstanden. Nützlinge wie Florfliegenlarven, Marienkäfer und Schlupfwespen haben hier ihr Zuhause gefunden – und halten Schädlinge wie Blattläuse auf natürlichem Weg in Schach.
Die Grundlage ist der Boden: biozyklisch-vegan, ohne Chemie. Kompostierung nach der CMC-Methode, Würmer, Mikroorganismen – alles wird verwertet, alles kehrt zurück. Das Bodenleben so intakt, dass Pflanzen ihren Stickstoff über Mikroorganismen direkt aus der Luft holen. Ganz ohne Dünger.
Markus erzählt diese Geschichte jedem, der zuhören möchte – Schulklassen, Gartenvereine, internationale Freiwillige. Jeder ist willkommen. Denn er möchte vormachen, dass das keine Utopie ist, sondern gelebte Realität.
Wer einmal vorbeikommt, versteht es sofort. Die Kaulquappen im Teich. Die Eidechse, die sich auf dem Stein sonnt. Der Specht, der in den toten Baum klopft. Die Wildbiene, die scheinbar trunken zwischen den Blüten schwebt. Wer hinschaut, kann nicht mehr wegsehen – der Blick bleibt hängen, die Zeit steht still. Es ist magisch. Und man geht nach Hause – und sieht den eigenen Garten plötzlich mit anderen Augen.


