Philipp Pertiller
Die Produkte die am Betrieb entstehen werden überwiegend direkt vermarktet – im eigenen Hofladen, der zweimal pro Woche geöffnet hat, über eine Einkaufsgemeinschaft sowie regional im örtlichen Supermarkt. Philipp ist am elterlichen Hof aufgewachsen, hat vor einigen Jahren seinen Bürojob gegen eine Lehre im Gemüsebau getauscht und den Betrieb Schritt für Schritt aufgebaut. 2016 startete er dann durch, erweiterte nach und nach die Flächen und führt den Betrieb heute gemeinsam mit seiner Frau Marina im Vollerwerb.
Der Bio-Gemüsebau bedeutet viel Handarbeit und ist arbeits- sowie zeitintensiv. Umso wichtiger ist ein sorgfältiger Umgang mit Boden und Pflanzen. Ein belebter und gesunder Boden bildet die Grundlage des Betriebs. Durch selbst produzierten Kompost, Humusaufbau und geschlossene Kreisläufe werden Pflanzenreste, Heckenmaterial und andere organische Stoffe wieder in den Boden zurückgeführt. Rund um die Gemüseflächen wurden Hecken, Randgehölze und ein- und mehrjährige Blumen- und Staudenbeete angelegt. Sträucher wie Holler sowie Bäume, etwa stickstoffbindende Erlen, schaffen zusätzliche Strukturen und Lebensräume. Auch Totholz bleibt bewusst liegen, um Insekten und Kleintieren Lebensraum zu bieten. Da sein Vater Imker ist, befinden sich am Hof rund 13 Ertragsvölker. Diese bestäuben nicht nur die Gemüsepflanzen, sondern profitieren auch von den zahlreichen Frühblühern wie Kornelkirschen und Salweiden rund um die Gemüsebeete. Gleichzeitig liefern sie hochwertigen Bio-Blüten- und Waldhonig, der ebenfalls im Hofladen erhältlich ist.
Philipp ist überzeugt: Eine nachhaltige Bewirtschaftung ist der Schlüssel, um den Hof langfristig zu erhalten und auch künftig einen lebendigen Lebensraum für Boden, Pflanzen und Menschen zu bewahren.


