Reinhard Engelhart

Niederösterreich

Reinhard Engelhart verbindet auf seinem Betrieb im niederösterreichischen Traisental, der mittlerweile an die Tochter übergeben wurde, biologischen Ackerbau mit dem Konzept des Waldgartens und zeigt, wie Permakulturprinzipien in die Landwirtschaft integriert werden können.


Einsatz für die Biodiversität:

Der Familienbetrieb umfasst rund 40 Hektar Ackerfläche und wird von seiner Tochter und seinem Schwiegersohn geführt. Angebaut werden unter anderem Grünspargel, Speisekürbis, Ölkürbis, Getreide und Luzerne. Ergänzend dazu hat Reinhard Engelhart auf etwa einem Hektar mehrere Waldgärten aufgebaut. Waldgärten sind vielfältige Agroforstsysteme mit Nuss- und Obstbäumen, Beerensträuchern sowie Wildgemüse.

Der erste Waldgarten entstand vor rund 25 Jahren. Heute wachsen in den drei Waldgärten zahlreiche Arten wie Walnuss, Hasel, Ölweide, Mispel, Sanddorn, Maulbeere sowie Apfel-, Birn-, Kirsch- und Zwetschkenbäume. Ergänzt wird die Vielfalt durch eine Reihe von Beerensträuchern, mehrjährigen und einjährigen Gemüse sowie zahlreichen Rankpflanzen. Durch die Kombination verschiedener Strauch- und Baumschichten sowie extensiv gepflegter Wiesen entwickelte sich eine artenreiche Struktur, die zahlreichen Insekten, Vögeln und Kleintieren Lebensraum bietet.

Das System funktioniert weitgehend ohne zusätzliche Düngung: Stickstoffbindende Gehölze, Laubfall und Schnittmaterial sorgen langfristig für Nährstoffkreisläufe im Boden. Die Wege werden regelmäßig gemäht, während die Wiesen unter den Bäumen nur einmal jährlich gepflegt werden, um artenreiche Magerwiesen zu erhalten.

Mit Führungen, Kursen und einem internationalen Netzwerk rund um das Thema Waldgarten gibt Engelhart seine Erfahrungen weiter und möchte Menschen ermutigen, selbst vielfältige, naturnahe Anbausysteme zu entwickeln.