Richard Dietrich

Vorarlberg

Richard Dietrich kehrte nach beruflichen Stationen in Wien in seine Heimat zurück und bewirtschaftet heute im Vorarlberger Rheintal auf rund 3,5 Hektar Ackerflächen, Wiesen und Obstbestände.


Einsatz für die Biodiversität:

Richard Dietrich aus dem Vorarlberger Rheintal setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt regionaler Kulturpflanzen und Streuobstwiesen ein. Besonders prägend für seine Arbeit ist sein Engagement für den Erhalt des Streuobst in der Region. Als Mitbegründer der Streuobstinitiative im Unteren Rheintal setzte er sich früh dafür ein, dass das Obst wieder einen fairen Preis erhält und eine sichere Abnahme gewährleistet ist – so können viele Streuobstbäume langfristig erhalten bleiben.

Zudem betreut er einen etwa 0,9 Hektar großen Sortengarten mit über 300 seltenen und alten Apfel- und Birnensorten. Viele davon wurden im Rahmen eines Projekts gesammelt, von ihm veredelt sowie weitergepflegt – darunter auch zahlreiche bislang unbekannte Sorten. Damit entstand die größte Sammlungen alter Obstsorten in Vorarlberg. Zusätzlich baut er auf seinen Ackerflächen den Vorarlberger Riebelmais an – eine alte weißschalige Landsorte, deren offizieller Sortenerhalter er ist.

Neben der Landwirtschaft spielt die Verarbeitung der Produkte eine zentrale Rolle. Nicht nur das Obst vom eigenen Hof, sondern auch von Betrieben aus der Umgebung wird verarbeitet – etwa zu Direktsäften, Most, Essig oder Edelbränden. Unter der Marke „Dietrich Vorarlberger Kostbarkeiten“ vermarktet er diese regionalen Spezialitäten über den Hofladen sowie über einen Online-Shop.

Durch den Erhalt von Streuobstwiesen, die Pflege alter Sorten und eine extensivere Bewirtschaftung seiner Flächen zeigt er eindrucksvoll, dass Landwirtschaft, Biodiversität und regionale Wertschöpfung einander optimal ergänzen können. Sein Engagement für die Erhaltung der regionalen Vielfalt und traditioneller Kulturpflanzen prägt die Region bis heute.



Fotos: Markus Gmeiner