Silvia Fruhmann
Silvia Fruhmanns Credo beim Gemüseanbau: Nur ein gesunder Boden produziert gesunde Lebensmittel. Über den Sommer wird der Boden mit einer Mulchschicht aus Luzerne bedeckt, wodurch Feuchtigkeit gespeichert, das Bodenleben gefördert und Schädlinge in Schach gehalten werden. Gedüngt wird mit Rindermist, zusätzlich stärkt die Bäuerin ihre Kulturen mit Pflanzentees aus Kräutern wie Brennnessel, Beinwell oder Schafgarbe.
Besonders wichtig sind Silvia Fruhmann Blühstreifen zwischen den Gemüsereihen. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für viele Insekten und fördern Nützlinge, die für sie im Gemüsebau eine wichtige Rolle spielen. Mehrjährige Blühstreifen sorgen dafür, dass sich Insektenpopulationen dauerhaft etablieren können.
Mit rund 40 verschiedenen Gemüsesorten setzt Silvia Fruhmann im Anbau bewusst auf Diversität. Das fördert nicht nur die genetische, sondern auch die kulinarische Vielfalt. Auch wirtschaftlich bietet die Sortenvielfalt Sicherheit: Kommt eine Kultur schlechter, können Ernteeinbußen durch die anderen Kulturen abgepuffert werden.
Auch rund um die Felder werden Strukturelemente gezielt angelegt: Eine Mehrnutzenhecke mit Obstbäumen und Sträuchern dient als Windschutz für Kulturen und ist gleichzeitig Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Alte oder abgestorbene Bäume bleiben stehen, Dornenhecken dürfen wachsen und Nistkästen werden ausgebracht. Totholz- und Steinhaufen bieten als Käferburg und Reptilienhotel zusätzliche Rückzugsräume für tierische Mitbewohner.
Foto li: Roman Hammer


